Beschreibung
Das Museo Correr ist das Stadtmuseum von Venedig und erzählt die Stadt in allen ihren Facetten. Es liegt am Markusplatz, im Napoleonischen Flügel und in den Neuen Prokuratien, der ehemaligen Residenz Napoleons und der Habsburger. Drinnen warten Skulpturen von Canova, die Wohnung von Sisi und eine Gemäldegalerie mit Bellini und Carpaccio.
Der Name geht auf Teodoro Correr zurück, einen venezianischen Adligen, der sein Leben lang alles sammelte: Gemälde, Statuen, illuminierte Handschriften, Münzen, Edelsteine. Als er 1830 starb, vermachte er alles der Stadt, den Palast eingeschlossen, damit daraus ein Museum würde.
Die Sammlungen wuchsen mit jedem Vermächtnis. 1922 zogen sie auf den Markusplatz um, in den Napoleonischen Flügel: Napoleon ließ ihn dort bauen, wo die Kirche San Geminiano stand, als Teil seiner Residenz. Dann kamen die Habsburger, die die Räume im Empirestil neu ausstatteten.
Man beginnt im klassizistischen Ballsaal, dessen Decke mit dem Frieden, umgeben von Tugenden und Genien des Olymps, ausgemalt ist. In den folgenden Sälen stehen zwei Gruppen von Antonio Canova: Orpheus und Eurydike sowie Dädalus und Ikarus.
Wenig weiter folgt die Wohnung von Sisi: der Thronsaal, die Audienzsäle, das Boudoir, das Badezimmer und das Schlafzimmer der Kaiserin. Sisi wohnte hier mehrmals, zwischen 1856 und 1862.
Der Rundgang setzt sich fort mit der venezianischen Zivilisation: Porträts von Dogen und Magistraten, Münzen, historische Fahnen, Venedig und das Meer, die Schlacht von Lepanto, Navigationsinstrumente. Dann die Feste, mit dem letzten Bucintoro, und die Künste und Handwerke.
Im zweiten Stock liegt die Quadreria, rund 140 Gemälde, großenteils aus dem Nachlass von Correr: Tafeln von Giovanni Bellini, Antonello da Messina, Cosmè Tura und Vittore Carpaccio. Die Ausstattung stammt von Carlo Scarpa, der zwischen 1957 und 1960 Rahmen aus Nussholz und helle Töne wählte, mit natürlichem Licht.
Der dritte Direktor, Vincenzo Lazari, brachte Ordnung in dieses Chaos von Wundern. Aber er vernichtete auch Dokumente und Objekte, die dem Stifter seiner Meinung nach keine Ehre machten.
Die Wunderkammer füllt neun Säle im ersten Stock: ein Kuriositätenkabinett mit Gegenständen der sakralen Kunst, nordischen Gemälden, Raritäten und Zeugnissen der Antikenliebe der venezianischen Patrizier des 16. Jahrhunderts. Es ist die kurioseste Seite des Museums.
Nicht verpassen
• Die Skulpturen von Canova.
• Die Wohnung von Sisi.
• Die Quadreria.
• Die Wunderkammer.
Schon gewusst?
• Das Museum besitzt über 50.000 Münzen und Medaillen und die historischen Fahnen der Republik.
• Aus der Sammlung Correr, die mit jedem Vermächtnis wuchs, ist das gesamte Netz der Stadtmuseen von Venedig entstanden.
Der Name geht auf Teodoro Correr zurück, einen venezianischen Adligen, der sein Leben lang alles sammelte: Gemälde, Statuen, illuminierte Handschriften, Münzen, Edelsteine. Als er 1830 starb, vermachte er alles der Stadt, den Palast eingeschlossen, damit daraus ein Museum würde.
Die Sammlungen wuchsen mit jedem Vermächtnis. 1922 zogen sie auf den Markusplatz um, in den Napoleonischen Flügel: Napoleon ließ ihn dort bauen, wo die Kirche San Geminiano stand, als Teil seiner Residenz. Dann kamen die Habsburger, die die Räume im Empirestil neu ausstatteten.
Man beginnt im klassizistischen Ballsaal, dessen Decke mit dem Frieden, umgeben von Tugenden und Genien des Olymps, ausgemalt ist. In den folgenden Sälen stehen zwei Gruppen von Antonio Canova: Orpheus und Eurydike sowie Dädalus und Ikarus.
Wenig weiter folgt die Wohnung von Sisi: der Thronsaal, die Audienzsäle, das Boudoir, das Badezimmer und das Schlafzimmer der Kaiserin. Sisi wohnte hier mehrmals, zwischen 1856 und 1862.
Der Rundgang setzt sich fort mit der venezianischen Zivilisation: Porträts von Dogen und Magistraten, Münzen, historische Fahnen, Venedig und das Meer, die Schlacht von Lepanto, Navigationsinstrumente. Dann die Feste, mit dem letzten Bucintoro, und die Künste und Handwerke.
Im zweiten Stock liegt die Quadreria, rund 140 Gemälde, großenteils aus dem Nachlass von Correr: Tafeln von Giovanni Bellini, Antonello da Messina, Cosmè Tura und Vittore Carpaccio. Die Ausstattung stammt von Carlo Scarpa, der zwischen 1957 und 1960 Rahmen aus Nussholz und helle Töne wählte, mit natürlichem Licht.
Der dritte Direktor, Vincenzo Lazari, brachte Ordnung in dieses Chaos von Wundern. Aber er vernichtete auch Dokumente und Objekte, die dem Stifter seiner Meinung nach keine Ehre machten.
Die Wunderkammer füllt neun Säle im ersten Stock: ein Kuriositätenkabinett mit Gegenständen der sakralen Kunst, nordischen Gemälden, Raritäten und Zeugnissen der Antikenliebe der venezianischen Patrizier des 16. Jahrhunderts. Es ist die kurioseste Seite des Museums.
Nicht verpassen
• Die Skulpturen von Canova.
• Die Wohnung von Sisi.
• Die Quadreria.
• Die Wunderkammer.
Schon gewusst?
• Das Museum besitzt über 50.000 Münzen und Medaillen und die historischen Fahnen der Republik.
• Aus der Sammlung Correr, die mit jedem Vermächtnis wuchs, ist das gesamte Netz der Stadtmuseen von Venedig entstanden.